GOLFPLATZPFLEGE

Schluss mit Kahlstellen und nassen Füßen

Drainage & Co. – die große Bedeutung einer funktionalen Entwässerung

Welcher Golfer oder Golfanlagen-Verantwortliche kennt den Anblick nicht:
stauendes Oberflächenwasser, eine plastische Bodenkonsistenz, Kahlstellen, eine dünne Grasnarbe, Fahrspuren, Unebenheiten in Verbindung mit Skalpierungen. Alles unschön und ärgerlich. Doch immerhin ist meist schnell analysiert, wie diese Schadbilder vermieden werden können: Durch eine einwandfreie Ableitung von Oberflächen- und Sickerwasser – denn diese ist auf Sportrasenflächen eine wichtige Voraussetzung für ein nachhaltiges und gesundes Gräser-Wachstum.

Ein Blick unter die Grasnarbe zeigt, woran das liegt: Im Laufe der Jahre können sich durch den Spielbetrieb Bodenverdichtungenbilden, die den Anteil der drainfähigen Grobporen mindern bzw. den Anteil der Mikroporen erhöhen, die kein oder nur sehr geringe vertikale Wasserbewegungen zulassen. Es kommt zu Staunässebildung, Wuchsdepressionen sowie mittelfristig zu vermehrter Filzbildung. Der Rasenfilz schränkt die horizontale Wasserbewegung und somit die Versorgung der Gräser-Wurzeln mit Sauerstoff und Nährstoffen gravierend ein. Zudem reichern sich im Rasenfilz phytopathogene Krankheitserreger an, die die geschwächten Gräser zusätzlich befallen können. Häufige Begleiterscheinungen dieser Negativspirale: ein starker Moosund Algenbefall beim Rasen – sowie Rutsch-Gefahr und nasse Füße bei den Golfern.

Damit es so weit nicht kommt, hat die Sommerfeld AG mit seiner über 40-jährigen Expertise im Drainbereich ein breitgefächertes Equipment aufgebaut. Es umfasst zahlreiche Maßnahmen, die sich auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort ausrichten lassen – inkl. selbstentwickelter Spezialgeräte. Eine GPS-gesteuerte Fräse ermöglicht etwa die Grabenerstellung und den Drainagen-Einzug mit einer Genauigkeit von bis zu einem Zentimeter. Auf den Grüns und Fairways entfalten die Systeme „Micro Drain“, „GLK 90“ oder „LWT 40“ große Wirkung. In den meisten Fällen ist es mit diesen Maßnahmen und Geräten möglich, einen aufwändigen Neuaufbau des Untergrunds zu verhindern und somit Spielausfälle sowie sehr hohe Kosten zu vermeiden.

Um die langfristige Funktionalität eines Entwässerungskonzepts sicherzustellen, ist die Pflege der Systeme sowie eine regelmäßige Lockerung des Bodens essenziell. Der Grund: Bei Sauerstoffmangel herrschen im Boden wasserlösliche und sehr bewegliche zweiwertige Eisenverbindungen. Bei einer Drainung und somit Durchlüftung wird dieses mobile Eisen in dreiwertiges Eisenhydroxid ausgeflockt (oxidiert). Das führt zur sogenannten Verokkerung – und die kann die wasserführenden Schlitze einer Drainage, die Ummantelungen, ja sogar die Porenräume in Drainpackungen verschließen und somit die Effektivität eine Drainung stark beeinträchtigten.
Zu einem guten Entwässerungskonzept zählen daher effektive Spülmöglichkeiten durch Spülschächte und Stutzen. Wichtig sind darüber hinaus die regelmäßige Kontrolle sowie das Freimachen von Ausläufen (Froschklappen). Hat ein Golfclub all das im Griff, lassen sich die eingangs beschriebenen Schadbilder vermeiden – ebenso wie die Rutschgefahr und die nassen Füße der Aktiven.

Weitere Informationen zur Entwässerung und zu Drainagesystemen finden Sie im Bereich Golfplatzrenovation