Exkurs

Optimale Pflege des Hausrasens

Die heilige Vierfaltigkeit der Rasenpflege

Nein, der Rasen im Garten muss nicht aussehen wie das makellose Grün auf Bahn 18. Aber viele Fragen rund um die Pflege des Hausrasen  von Verantwortlichen und Aktiven an die SAG-Greenkeeper zeigen: Ein moosiger Flickenteppich jenseits der Terrassentür soll es bitteschön auch nicht sein. Für alle Heimgärtner kommt daher hier ein kleiner Exkurs zur optimalen Pflege des heimischen Rasens.

Starten wir mit der Düngung: Viele Rasenflächen leiden unter Nährstoffmangel, zu erkennen an nachlassender Grünfärbung und schwachem Wachstum. Abhilfe schafft zum Beispiel der richtige Dünger. Wichtig ist eine spezielle Rezeptur an Nährstoffen – inkl. Stickstoff als Wachstumsmotor, Phosphor fürs Wurzelwachstum, Kalium als Stärkung gegen äußere Einflüsse sowie Magnesium für die Chlorophyllbildung. Gute Langzeitdünger (etwa NPK-Rasenlangzeitdünger mit Spurenelementen) enthalten diese Nährstoffe im richtigen Verhältnis, verbrennen bei richtiger Dosierung den Rasen nicht, wirken langanhaltend und fördern das Dichtewachstum.

Der richtige Dünger hilft indes nichts ohne die richtige Beregnung. Faustregel dabei: Wasser nicht in homöopathischen Dosen geben, „klotzen statt kleckern“ heißt die Devise. Bei Trockenheit sollte der Rasen ein- bis zweimal pro Woche durchfeuchtet werden, am besten abends wurzeltief über die gesamte Rasenfläche. Dadurch bleiben die Wurzeln in tieferen Bodenschichten, während sie bei zu geringer Beregnung nach oben drängen und dort vertrocknen. Weiter geht’s mit dem Mähen. Entscheidend ist hier: Regelmäßigkeit. Ein regelmäßiger Schnitt bei gleicher Schnitthöhe (am besten nicht tiefer als 25 mm)  sorgt für ein dynamisches Gleichgewicht von Gräserwurzeln und Trieben, beugt Unkraut vor, fördert das Breitenwachstum der Gräser und resultiert in einer dichten Rasenfläche.

Weniger häufig auf der jährlichen To-do-Liste, aber nicht minder wichtig: vertikutieren. Der ideale Zeitpunkt dafür ist im Frühling nach dem zweiten Rasenschnitt, ca. zwei bis drei Wochen nach der ersten Düngung und idealerweise bei abgetrockneter Oberfläche. Das Vertikutieren beseitigt Filz, damit der Rasen atmen kann. Achten Sie darauf, dass die scharfen Vertikutiermesser leicht den Boden berühren, ihn aber nicht aufschlitzen, da sonst die Wurzeln beschädigt werden.

Düngen, mähen, wässern, vertikutieren: Wenn Sie es mit dieser heiligen Vierfaltigkeit der Pflege halten, gehören Moos, Unkraut und braune Stellen schnell der Vergangenheit an. Und nicht grämen, wenn ein gerader Sieben-Meter-Putt auf dem heimischen Rasen trotzdem nicht möglich wäre – dafür gibt es ja die Golfanlage.