Unsere Urgesteine

Die 30 wird (fast) vollgemacht

Michael Tepfer arbeitet bereits seit einem Vierteljahrhundert für die Sommerfeld AG

 

Eine Diskussion über die tagesaktuellen Geschehnisse auf der Welt? Eine Einschätzung zum meistgespielten Song des Monats im Radio? Ein fundierter Tipp für ein kurzweiliges Hörbuch? – Da ist man bei Michael Tepfer an der richtigen Adresse! Denn das Sommerfeld-Urgestein sitzt für seinen Arbeitgeber jedes Jahr etwa 40.000 Kilometer im Auto und ist in Sachen Nachrichten, Hits und Hörbücher bestens informiert.

Bestens informiert ist Tepfer auch über die Geschichte der Sommerfeld AG, denn er hat mehr als die Hälfte davon selbst erlebt und gestaltet: Im April 1995 heuerte er bei der SAG an und ist damit in Kürze seit 25 Jahre dabei. „Eine ganz schön lange Zeit“, kommentiert der Jubilar, „und vor allem eine sehr schöne Zeit.“ Die abwechslungsreiche Arbeit und das Kennenlernen vieler verschiedener Anlagen sowie Menschen mache ihm heute noch so viel Freude wie an Tag 1. Hinzu gesellt sich eine große Wertschätzung durch Kollegen und Kunden: Wo Tepfer für Anlage und Fertigstellungspflege verantwortlich ist und noch per Hand penibel das letzte Büschel Unkraut herausreißt, gehen anschließend stets alle Daumen und Mundwinkel nach oben.

Der 61-Jährige ist aktuell als eine Art „Head-Greenkeeper-Springer“ unterwegs. Zumeist in NRW begeht er in dieser Funktion Golfplätze, schreibt To-do-Listen, gibt praxisnahe Hinweise oder erklärt auf neuen SAG-Pflegeanlagen das „System Sommerfeld“. Seine Philosophie dabei: „Miteinander, nicht gegeneinander!“ Oder ausführlicher: „Mir ist wichtig, neuen Kollegen nicht einfach Anweisungen zu geben, sondern Dinge zu erklären und alle mitzunehmen.“ Zu dieser Herangehensweise gehört auch, den Pflegekräften vor Ort zu vertrauen. Tepfer macht gerne komplexere Aufgaben vor – und nimmt sich dann bewusst zurück. „Ich möchte nicht immerzu mit Argusaugen gucken, ob alles klappt, da drehen die Leute ja durch.“ Sollte bei der Erledigung einer Aufgabe doch mal Luft nach oben sein, sei das kein Problem. „Es ist erlaubt, Fehlerchen zu machen. Die werden schnell verbessert – und man hat etwas gelernt“.

Entsprechend dieser Maxime ist Tepfer immer bereit, mit seiner Erfahrung Tipps zu geben, weswegen das Handy auf den 40.000 Kilometern im Auto häufiger mal klingelt. „Das ist aber völlig okay, ich bin gerne Ansprechpartner.“ Zumal er weiß, wie er sich einen Ausgleich verschaffen kann: Feierabende und Wochenenden verbringt der 61-Jährige gerne a) nur auf zwei Rädern und b) ohne Handy am Ohr: Mit seiner Frau schwingt er sich aufs Rad und ist dank der unmittelbaren Nähe seines Heimatorts Geldern zu den Niederlanden in nur 20 Minuten auf dem Sattel im Ausland.

Ehe für Familie und Hobby noch mehr Raum ist, geht indes noch etwas Zeit ins Land: Tepfer wird bis zum regulären Renteneintrittsalter „durchziehen“. Im Oktober 2024 wird er dann mit 29,5 Jahren knapp drei Dekaden für die Sommerfeld AG gearbeitet haben. Und ihr aller Voraussicht nach auch danach  erhalten bleiben. „Mir macht der Job zu viel Spaß, um komplett aufzuhören“, sagt Michael Tepfer. Angesichts der Überzeugung in seiner Stimme bei diesem Satz ist davon auszugehen, dass sich daran künftig nichts ändert – und das SAG-Urgestein letztlich doch die Drei-Dekaden-Grenze knacken wird.