SYSTEM SOMMERFELD – RENOVATION TEIL 3

Schluss mit zu starker Bodenverdichtung

GLK 90 – eine weitere Eigenentwicklung aus dem Hause Sommerfeld

 

Plitsch platsch – das Wasser spritzte auf, als wenn man über einen überdimensionalen nassen Schwamm gelaufen wäre. Äußerst unangenehm und eine echte Spaß- und Spielbremse für jeden Golfer. Der Boden, genauer gesagt seine oberste Schicht, hatte sich regelrecht vollgesogen, als es in den letzten Tagen kräftig und anhaltend regnete.

Eigentlich sollte das kein Problem darstellen. Aber weil das Erdreich viel zu stark verdichtet war, konnte das Wasser nicht so wie gewünscht ablaufen. Ein echtes Ärgernis. Tags darauf waren Teile des Platzes nicht mehr bespielbar. Das auf keinem Golfplatz der Welt gern gesehene Schild mit der Aufschrift „Wegen Nässe geschlossen“ stand darauf.

Übeltäter sind in solchen Fällen häufig abgestorbene Pflanzenreste und Wurzeln, die sich zu einer undurchdringlichen Filzschicht verwoben haben. In der Folge gerät das Verhältnis von Luft, Wasser und Nährstoffen im Boden aus dem Gleichgewicht. Häufig ist zudem der Boden verdichtet, sodass es neuen Wurzeln nicht gelingt, tief in die Erde zu wachsen. Stattdessen breiten sie sich lediglich im oberen Bereich aus.

Glücklicherweise hält das „System Sommerfeld“ eine Lösung bereit. Mit seiner Hilfe werden Greenkeeper in die Lage versetzt, die Qualität einer Golfanlage zu sichern. Das Schreckgespenst der zu stark verdichteten Böden lässt sich mit einer Eigenentwicklung aus dem Hause Sommerfeld vertreiben: der GLK 90.

Als Ghostbuster hat Florian Clute, Fachbereichsleiter Golfplatzbau und Renovation bei der Sommerfeld AG, erstmals vor etwa drei Jahren Bekanntschaft mit der GLK 90 gemacht. „Ich war schon da sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, erinnert er sich noch gut an die ersten Einsätze. Nach der genauen Funktionsweise des Tiefenlockerers gefragt, kommt seine Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Sie ist denkbar einfach!“

Tatsächlich zieht das Gerät mit seinen scharfen Messern ein Netzwerk von Drain-Schlitzen in den Boden, perforiert ihn gewissermaßen. Die maximale Schlitztiefe liegt bei 55 Zentimetern. Die Zinken können also mehr als einen halben Meter in den Boden eindringen. Und ja, weniger geht selbstverständlich auch. Beispielsweise wenn Beregnungsleitungen im Boden liegen. Sie dürfen schließlich nicht beschädigt werden. Aber keine Sorge: Flexibilität und individuelle Lösungen sind zwei der großen Vorzüge des Systems Sommerfeld.

„Wir können mit der GLK 90 so gut wie jeden Boden aufarbeiten“, versichert Florian Clute. Lediglich eine Ausnahme gebe es, fügt er hinzu: felsigen Untergrund. Hier würde die Maschine jedes Steinchen nach oben katapultieren und am Ende sogar die Grasnarbe ruinieren. Grundsätzlich aber wird durch das Schlitzen das Erdreich nachhaltig gelockert. In die dabei entstandenen Rillen kann bei Bedarf Kies eingefüllt werden. So lässt sich das Wasser in Sammeldrainagen ableiten. Die zwölf Zentimeter auseinander liegenden Schlitze wachsen später von selbst wieder zu.

Die Sommerfeld AG hat zurzeit drei Tiefenlockerer vom Typ GLK 90 im Maschinenpark. Sie kamen zuletzt etwa auf der Anlage des Golf-Clubs Hof Hausen vor der Sonne im hessischen Hofheim und beim Golfclub Der Lüderich in Overath bei Köln zum Einsatz. Zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Das Schild „Wegen Nässe geschlossen“ konnte im Lager bleiben.