KARRIERE

Die letzte Instanz

Head-Greenkeeper tragen große Verantwortung – und haben ein großes Netzwerk

Willkommen in der abwechslungsreichen Arbeitswelt von Head-Greenkeepern: Menschen, die sich intensiv mit zig Hektar Natur beschäftigen dürfen. Die mit der Zeit jeden einzelnen Quadratmeter dieser Fläche kennenlernen. Die mit anderen Frauen und Männern zusammen der Natur geben, was sie benötigt. Die Pflanzen täglich wachsen und gedeihen sehen. Und die schließlich zusammen mit ihrem Team einen Golfplatz in den optimalen Zustand versetzen. „Hach ja“, sagt Holger Tönjes versonnen, „das ist schon ein toller Job.“

Tönjes arbeitet seit einem Vierteljahrhundert im Greenkeeping, war verantwortlich für mehrere Golfanlagen sowie die Trainingsplätze der Fußballer des HSV. Auf Basis dieses Wissens füllt er nun die Rolle eines Supervisors der Sommerfeld AG aus und hält mit seinen Supervisor-Kollegen engen Kontakt zu den gut 50 Head-Greenkeepern auf den Pflegeanlagen. „Und eines zeichnet sie alle aus“, weiß Tönjes, „sie haben ein großes Gespür für ihre jeweilige Anlage.“ Das sei von enormer Bedeutung, denn selbstverständlich fuße die Sommerfeld-Arbeit auf Fachwissen, Weiterbildungen, Bodenanalysen oder Dünger-Langzeittests. „Doch die allerletzte Instanz ist der Head-Greenkeeper. Er überblickt die Golfanlage vor Ort und weiß, was für `seinen´ Platz das Beste ist.“

Beispiel Düngeplan: Im „System Sommerfeld“ ist klar festgehalten, in welcher Phase des Jahres welcher Dünger für optimales Wachstum ausgebracht werden muss. Doch ob das am Montagmorgen geschehen soll oder doch lieber erst Mittwochnachmittag, entscheidet der Head-Greenkeeper – basierend auf Erfahrung, Beobachtungen und dem Wetterbericht. „Unsere Head-Greenkeeper arbeiten sehr eigenverantwortlich“, sagt Tönjes denn auch, betont indes im nächsten Satz: „Aber sie stehen niemals allein da, denn wir haben die richtigen Arbeitsmittel, um schnell und direkt unterstützen zu können.“

Das liegt am großen Netzwerk: Zum einen gibt es Kontakt zu Kollegen von anderen Anlagen. Zum anderen Supervisor, die mehrmals pro Jahr vorbeischauen: „Die Head-Greenkeeper kennen ihre Anlage aus dem Effeff, wir können aber wichtige Impulse durch den Blick von außen geben“, so Tönjes. Zudem fungieren die Supervisor als Informations-Schnittstellen. „Wenn ich von einem Head-Greenkeeper höre, dass eine Krankheit überraschend sechs Wochen früher aufgetreten ist als üblich, wissen das kurz darauf alle Head-Greenkeeper und können sich darauf einstellen.“ Auch bei Planungs- oder Fachgesprächen mit dem Vorstand einer Anlage steht ein Supervisor bei Bedarf parat – wobei die Head-Greenkeeper generell alle selbst viel und gut kommunizieren. Nicht nur mit dem Kunden, sondern auch mit dem eigenen Team, das meist schon am Mittwoch einen genauen Plan erhält, was in der darauffolgenden Woche für Arbeiten anstehen.

Große Eigenverantwortung gepaart mit einem großen Netzwerk: „Motivierte Head-Greenkeeper, die Top-Arbeitsbedingungen zu schätzen wissen, sind bei der Sommerfeld AG auf jeden Fall richtig“, so der Supervisor. „Denn hier können sie viel Wissen erwerben und es direkt umsetzen, zudem ihr Know-how vertiefen und es an die nächste Generation weitergeben.“ Alles wichtige Aspekte, um im Beruf zufrieden zu sein. Oder wie Holger Tönjes eingangs formulierte: Das ist schon ein toller Job.