„Wir wollen zeigen, wie spannend ein Job in der Golfbranche ist“

Interview mit Marcel Schumacher, Fachbereich Sport & Management der IST-Studieninstitut GmbH

 

Um erst einmal Namensklarheit zu schaffen: Wofür steht IST – der Name Ihres Studieninstituts?

Die Abkürzung „IST“ war ursprünglich die Kurzform für „Institut für Sport und Touristik“ und zeigt, dass wir seit der Gründung im Jahr 1989 auch in der Sportbranche unterwegs sind. In den vergangenen 30 Jahren haben wir uns zu einem breit aufgestellten Weiterbildungs-Institut entwickelt, zudem ist seit 2013 die staatlich anerkannte IST-Hochschule für Management am Markt. Mehr als 130 festangestellte Mitarbeiter bieten bundesweit an verschiedenen Standorten Studiengänge und Weiterbildungen in den Fachbereichen „Sport & Management“, „Tourismus & Hospitality“, „Fitness“, „Kommunikation & Wirtschaft“ sowie „Wellness & Gesundheit“ an.

 

Sind darunter auch spezielle Angebote für den Golfmarkt?

Aufgrund der Professionalisierung und Diversifikation im Sportbusiness haben wir früh spezielle Weiterbildungen für den Golfmarkt angeboten. Inzwischen liegt einer unserer Schwerpunkte auf der Hilfestellung für die Golfbranche, Nachwuchsführungskräfte zu finden und auszubilden. Mittlerweile haben wir über 1.000 IST-Golfbetriebsmanager ausgebildet und in den vergangenen Jahren mehr als 50 duale Studierende auf Golfanlagen untergebracht. Dadurch haben wir das Interesse junger Menschen für die Branche wecken können und den Ausbildungsbetrieben geholfen, Nachwuchsführungskräfte auszubilden und eine längerfristige Personalplanung für den eigenen Club vornehmen zu können.

 

Welche spezifischen Angebote für Golfanalagen und Golfinteressenten haben Sie im Angebot?

Erstens den (dualen) Bachelor-Studiengang Sportbusiness Management. Er ermöglicht es Golfvereinen, junges, motiviertes Personal zu rekrutieren und auf flexibelste Weise ohne längere Abwesenheitszeiten auszubilden. Zweitens die Weiterbildung Golfbetriebsmanagement für eine professionelle Arbeit als Golfmanager. Und drittens die Weiterbildung zum Golfsekretär mit den Schwerpunkten Gäste- und Mitgliederbetreuung, Turnierorganisation, Projekt- und Eventmanagement sowie Büroorganisation mit golfspezifischer Software.

 

Was macht das IST-Bildungsangebot für den Golfmarkt so interessant?

Unsere Angebote sind als Fernstudium darauf ausgelegt, parallel Praxiserfahrungen sammeln zu können. Somit sind sie flexibel und berufsbegleitend möglich. Dadurch werden die Weiterbildungen nicht nur von Einsteigern absolviert, sondern auch von Personen, die bereits im Golfsport tätig sind und sich weiterbilden wollen. Durch unsere langjährige Branchenerfahrung und dank der langfristigen Zusammenarbeit mit den entscheidenden Golfverbänden sind unsere Bildungsangebote zudem exakt auf die Branche zugeschnitten.

 

Das IST hat jetzt erstmals Inhalte zum „Golfmarkt Deutschland“ beigesteuert. Was dürfen die Leser erwarten?

Wir geben einen Einblick in zwei entscheidende Bereiche der Golfbranche. Zum einen zeigen wir die Möglichkeit auf, wie wir die Clubs und Vereine bei der Personalsuche unterstützen können und wie moderne Ausbildungs- und Personalkonzepte im Golfsport heute aussehen. Zum anderen vermitteln wir eine Einführung in das Thema Sportmarketing, ebenfalls passgenau zugeschnitten auf die Golfbranche.

 

Ist der Bericht hilfreich für das Management von Golfanlagen?

Definitiv, da er praxisnah wichtige Informationen und Erkenntnisse vermittelt. Gerade in Bezug auf die Themen Marketing, Vertrieb und Personalmanagement gibt es reichlich Potenzial für viele Golfanlagen. Zu häufig wurde versäumt, diesen Themen zeitgemäß zu begegnen, um mit anderen Freizeitaktivitäten „mitzuhalten“. Hier wollen wir die Branche gerne weiterhin unterstützen, um immer noch vorhandene Vorbehalte abzubauen und der jüngeren Generation zu zeigen, wie spannend, interessant und erfüllend ein Job im Golfsektor sein kann.

Die Bedeutung des 19. Grüns

Ein Sodengrün ermöglicht den schnellen Austausch von Schadstellen

 

Natürlich sollten auf einem 18-Loch-Platz zuvorderst die dazugehörigen 18 Grüns tipptopp sein. Doch die Sommerfeld AG baut in diesem Jahr auf mehreren Anlagen ein 19. Grün – das sogenannte Sodengrün. Sobald auf einem der tagtäglich bespielten Grüns auf dem Golfplatz eine Stelle ausgebessert werden muss, dient es den Greenkeepern zur sofortigen Behebung von Schäden. Sie stechen dort Soden in der benötigten Größe aus und ersetzen die beschädigte Stelle eins zu eins. „Auf diese Weise kann das Grün anschließend direkt wieder bespielt werden“, erläutert Supervisor Dieter Kückens. „Ein erheblicher Vorteil gegenüber einer Ausbesserung mit Sand und Nachsaat, die im wahrsten Sinne von Natur aus länger dauert.“ In Kombination mit den Vorteilen, dass Ersatzsoden nie mehr zugekauft werden müssen, diese in der Qualität sowie Beschaffenheit nahezu identisch mit den übrigen Grüns auf der Golfanlage sind und das Sodengrün nebenher mitgepflegt wird, sind das gute Argumente für den Bau eines Sodengrüns.

Golfclub Schaumburg e.V.

Interview mit Präsident Hans-Heinrich Hahne

 

 

Was unterscheidet den Golfclub Schaumburg von anderen Golfanlagen?

Gäste, die unseren Platz noch nicht kennen, unterschätzen ihn gerne. Mit einer Länge von etwa 5.100 Metern scheint er leicht spielbar zu sein. „Blinde Schläge“, alter Baumbestand und onduliertes Gelände machen das Spiel aber sehr spannend und sorgen für die nötige Herausforderung. Der Golfplatz liegt über den Dächern der traditionsreichen Bergstadt Obernkirchen, deren markante Silhouette auf vielen Spielbahnen herübergrüßt. Ein einzigartiger Ausblick, der sich über die Porta Westfalica bis hin zum Wiehengebirge erstreckt.

 

Seit 2017 lassen Sie Ihre schöne Anlage von der Sommerfeld AG pflegen. Zufrieden?

Ja, denn das System Sommerfeld hat in der relativ kurzen Zeit der Zusammenarbeit in der Pflege bereits eine klare Qualitätssteigerung des Platzes mit sich gebracht. Und die wiederum ist mitverantwortlich für enormes Wachstum: Seit Pflegebeginn ist die Zahl der Mitglieder um 10 Prozent gestiegen, die der Gäste um 33 Prozent – auch weil wir uns auf unsere Kernaufgaben konzentrieren können.

 

Welche Projekte wurden über die Pflege hinaus realisiert?

Im Bereich der Renovation wurden 2018 die Bahnen 1 bis 9 „schlitzgelockert“. Sie waren bei Nässe immer schwieriger bespielbar geworden, da sie bereits in den späten 90ern entstanden sind und es ganz normal ist, dass es nach über 30 Jahren zu Verletzungen oder auch Verdichtungen kommt. Die SAG hat das Bodengefüge mit Sternscheiben gebrochen und gelockert sowie über 500 Tonnen Sand eingearbeitet. So ließ sich die Filzbildung zurückdrängen und die Durchlüftung sowie die Wasser- und Nährstoffversorgung im Boden fördern. Unterstützt wurde diese Maßnahme an einigen Stellen mit dem Einbau zusätzlicher Drainagen, um das überschüssige Wasser ableiten zu können.

 

Gibt es unabhängig von der Pflege spannende Projekte oder Best-Practice-Beispiele auf Ihrer Anlage?

Grundsätzlich machen wir nicht viel anders als andere Clubs. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt erst einmal in der Professionalisierung der einzelnen Bereiche unseres Golfclubs, um Mitglieder und Gäste durch eine hohe Qualität in allen Bereichen zu überzeugen. Das geht von der Organisation über Gastronomie, Marketing und Sponsoring bis hin zur Golfplatzpflege. Gemeinsam mit der Sommerfeld AG werden wir weiter die Qualität hochhalten und weitere Projekte zur Entwicklung unserer Golfanlage angehen.

Erfolgreich an der Karriere geschraubt

Lars Hinrichs leitet die SAG-Werkstatt

Jungs wie Lars Hinrichs gab es im Jahr 2010 sicher viele: 16 Jahre alt, Schule fertig – und richtig Bock, an allem Motorisierten herumzuschrauben. Doch kaum einem von ihnen dürfte seitdem gelungen sein, was die 2019-Version von Lars Hinrichs bereits geschafft hat: Ausbildung mit Auszeichnung? Check. Meister? Check. Werkstattleiter bei einem florierenden Unternehmen mit viel Verantwortung und 25 Mitarbeitern im eigenen Team? Check, check und check.

„Diesen Berufsweg hätte ich mir damals nicht träumen lassen“, sagt der 25-Jährige, wenn er an den Start seiner Ausbildung zum Land- und Baumaschinen-Mechaniker denkt. Damals freute er sich einfach, bei der Sommerfeld AG aus seinem Schrauber-Hobby seinen Beruf machen zu können. Doch nach und nach erhielt er Aufgaben, die andere im 2. oder 3. Lehrjahr nicht bekommen: Maschinen umbauen, Motoren zerlegen und wieder zusammensetzen, alleine zu SAG-Pflegeanlagen fahren, um dort Gerät zu reparieren. „Bei Sommerfeld herrscht eine motivierende Unternehmenskultur. Nimmt man die als junger Mitarbeiter an, kann man sich sehr schnell weiterentwickeln“, befindet Hinrichs.

Bei ihm klappte das in der Tat sehr gut: Bereits ein halbes Jahr vor dem eigentlichen Ausbildungsende legte er seine Prüfung ab, bestand mit Auszeichnung (Note: 1,2) und bekam ein Stipendium vom Staat für eine Meisterausbildung. Da auch die Sommerfeld AG moralisch und finanziell unterstützte, machte Hinrichs nach seiner Gesellenzeit direkt den Landmaschinen-Meister –
und war im Oktober 2016 mit nur 23 Jahren eine bestens ausgebildete Fachkraft, die sich ihren Job aussuchen konnte.

Hinrichs dachte aber nie daran, der SAG den
Rücken zu kehren, sondern nahm im Frühling 2018 gleich die nächste Herausforderung an: Leiter der Sommerfeld-Werkstatt. Ob Hydraulik, Elektrik oder Antrieb, ob normaler Mäher oder Spezialmaschine: Hinrichs und sein Team kümmern sich um den einwandfreien Zustand von über 4.000 Maschinen, die überall in der Republik zum Einsatz kommen. Mängel prüfen, Ersatzteile beschaffen, Kontakt zu den Teams vor Ort aufnehmen, Reparaturen zeit- und budgetgerecht finalisieren: An Arbeit mangelt es der Werkstatt nie. Zumal sie sich auch auf die Fahnen geschrieben hat, Maschinen selbst zu entwickeln – zum Beispiel die Tiefenlockerer GLK 90 oder LWT 40.

Bei allen To-dos nimmt der immer noch junge Werkstattleiter nicht für sich in Anspruch, stets das letzte Wort haben zu müssen. „Ich kann noch nicht die Erfahrung haben wie jemand, der 20 oder 30 Jahre im Berufsleben steht“, sagt er. Wenn die Kollegen Wissen weitergeben, hört er daher gerne zu. Gleichzeitig ist er bei aller administrativer Verantwortung immer gerne dabei, knifflige Probleme bei Reparaturen zu erkennen, zu verstehen und zu beheben (was übrigens auch im Privatleben im Umgang mit seiner Ducati Panigale 1199 S gilt). Denn bei aller persönlicher Weiterentwicklung zwischen 2010 und 2019: Im Herzen ist und bleibt Lars Hinrichs ein passionierter Schrauber – nur eben einer, der mit Einsatz, Leidenschaft und Fähigkeiten dabei auch erfolgreich an seiner Karriere geschraubt hat.