Vorstellung der Akademie

Eine kontinuierliche innerbetriebliche Weiterbildung und „Networking“

 

Die Idee, eigene Mitarbeiter optimal für den Einsatz in der Golfplatzpflege vorzubereiten, existiert nicht erst seit gestern. Das Know-how von jedem Einzelnen unserer internen und externen Experten, das sich aus jahrelanger Erfahrung entwickelt hat, bildet die Basis für die hausinterne Aus- und Weiterbildung.

Nach jahrelanger sehr aufwändiger dezentraler Einzelausbildung fiel im Jahr 2021 die Entscheidung, einen zentralen Ausbildungsstandort am Firmensitz einzurichten, an dem vorwiegend das betriebsinterne Wissen in kleinen Gruppen von etwa 10 bis 12 Personen vermittelt und somit jeder Bereich im Unternehmen abgeholt wird.

Die betriebsinterne Weiterbildungsmaße, die je nach fachspezifischem Bildungsstand angepasst ist, bietet jedem die Chance, Neues zu erlernen und Altes aufzufrischen. So ist der Startschuss für die „Sommerfeld Akademie“ mit dem 1. November 2021 gefallen und die ersten Schulungen wurden erfolgreich mit durchweg positiver Resonanz durchgeführt.

Unsere zur Deula ergänzenden Schulungen, sind modular aufgebaut und legen mit den unterschiedlichsten Themeninhalten den Fokus auf die spezifischen Anforderungen und Qualitätsansprüche des sich stetig weiterentwickelnden „System Sommerfeld“.

Durch diesen Aufbau ist es möglich, jeden einzelnen Mitarbeiter der Sommerfeld AG über den gesamten Weg seiner beruflichen Laufbahn im Unternehmen kontinuierlich mit Wissen zu versorgen. Auch das Schulungssystem wird dabei fortlaufend angepasst und ausgebaut.

„Ein lebenslanges Lernen“.

Die „Hauptsaison“ der Schulungen beginnt jährlich im Oktober und endet im April. Der Unterricht findet im Rahmen von Blockveranstaltungen, Präsenzveranstaltungen oder Online-Seminaren statt.

Theoretisch ausgeführten Modulen vermitteln Inhalte wie die Arbeitssicherheit, Ordnung am Arbeitsplatz, die betriebsinterne Software „Timelyse“, Rasenkunde, Rasenkrankheiten, Bewässerungsmanagement und viele mehr. Praktisch orientierte Module vermitteln Inhalte wie die Bunkerpflege, Schneidwerkseinstellung oder die Durchführung von Mäharbeiten. Ergänzend werden Workshops zu Themen wie der Mitarbeiterführung und Kommunikation angeboten.

Für jede Stelle im Unternehmen gibt es spezielle Modulkonstellationen, wobei manche von ihnen gewisse Vorkenntnisse und Anforderungen voraussetzen. Vom „Einsteiger“ bis zum „Supervisor“ wird jeder unserer Mitarbeiter abgeholt.

Ganz besonders auch die Quereinsteiger, für jeden unserer „Neulinge“ ist eine speziell angepasste Schulung vorgesehen, um ihm / ihr den Start der Karriere in der Golfplatzpflege so einfach und angenehm wie möglich zu machen. Dabei darf die Vorstellung der Zentrale und der Einblick hinter die Kulissen natürlich nicht fehlen.

Ein Familienunternehmen mit System!

Die Vision der „Sommerfeld Akademie“ ist es, dass jeder Einzelne die Chance bekommen soll, sich in seinem Beruf weiterzubilden und seine eigenen Netzwerke innerhalb der Firma auszuweiten.

Der Abschluss wird nach erfolgreicher Teilnahme mit der Überreichung eines Zertifikats gekrönt. Hiermit wird noch einmal die Expertise und Leistungsbereitschaft ausgezeichnet, letztere wurde bisher von jedem einzelnen Teilnehmer mitgebracht.

 

Schematische Darstellung Sommerfeld Akademie

Von den Teilnehmern

Ein erstes Feedback

 

Zu den Teilnehmern der „Sommerfeld Akademie“ zählen Kollegen aus der gesamten Republik. Am Schulungsstandort besteht dann die Möglichkeit, in familiärer Atmosphäre das Unternehmen und auch die Kollegen noch eingehender kennenzulernen und sich „face to face“ intensiv auszutauschen. Auch die eine oder andere Freundschaft wurde schon durch die Akademie geschlossen.

Hier treffen sowohl die unterschiedlichsten Charaktere als auch Qualifikationen und Interessen aufeinander. Aber das Ziel ist für unser gesamtes Team das Gleiche: Die jeweilige Anlage langfristig auf hohem Niveau zu halten und unsere ganz individuelle Expertise mit einzubringen. Kurz und knapp: „mit System und Leidenschaft dabei zu sein!“

Alle Kollegen wollen einen guten Job machen und dazu beitragen, mit dem Erlernten die Qualität ihres Golfplatzes voranzutreiben.

Von den über 300 Mitarbeitern der Sommerfeld AG aus sage und schreibe 26 Nationen haben bereits etwa 70 Kolleginnen und Kollegen mit großem Erfolg an dem Schulungsangebot teilgenommen. Die Rückmeldungen der Teilnehmer nach der Ausbildung waren bisher durchweg positiv und motivieren die vielen Mitwirkenden genauso fortzufahren:

„Für mich absolut sinnvoll! In irgendeiner Form sollte jeder Pflegemitarbeiter versuchen, sich hier zu bilden.“
Udo Klenner, Furth im Wald

„Man lernt die Firma kennen und das tolle Betriebsklima. Es war mega lehrreich und hat Riesenspaß gemacht. Kann man nur empfehlen. Vielen Dank dafür!“
Gustav Coccorullo, Kitzingen

„Ich kann für einen kompletten Neuling nur sagen, dass mir die Akademie sehr viel gebracht hat und ich jetzt viel beruhigter auf den Platz gehen kann.“
Sebastian Ecker, Gut Hahues zu Telgte

„Ich fand die Zeit sehr lehrreich und vor allem hat mir das Kennenlernen und der Austausch mit den Kollegen sehr gut gefallen. Die Betreuung und die Versorgung seitens der Sommerfeld AG war hervorragend, vielen Dank!“
Moritz Neuber, Springer

Das Landhaus Friedrichsfehn

Ein vielseitiger Ausbildungsort

 

Um bei den Präsenzveranstaltungen auch außerhalb der Schulungszeit gut aufgehoben zu sein, werden die Mitarbeiter der Sommerfeld AG im Landhaus Friedrichsfehn untergebracht.

Zahlreiche Parkmöglichkeiten, ausreichend zur Verfügung stehende Hotelzimmer und ein kurzer Fußweg sorgen für einen reibungslosten Ablauf. Für das leibliche Wohl am Morgen wird mit einem Frühstück im Hotel gesorgt. Der Tagesabschluss wird mit einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant des Landhauses abgerundet.

Gerne lässt sich hier aber auch die eine oder andere „ruhige“ Kugel auf der hauseigenen Kegelbahn schieben.

Die Zusammenarbeit mit dem Landhaus Friedrichsfehn besteht schon seit Beginn der Akademie, sodass alle Teilnehmer trotz der „Corona-Bedingungen“ bestens versorgt sind und sicher übernachten können.

Das Akademie Team

Über 233 Jahre Golfplatz-Erfahrung!

Die „Sommerfeld Akademie“ lebt von erfahrenen Dozenten, die die aktuellen Herausforderungen auf den von der Sommerfeld AG gepflegten Golfanlagen kennen und wissen, worauf es draußen ankommt.

Das Schulungsprinzip basiert auf dem Know-how der Sommerfeld-Experten, das sie sich über die Jahre angeeignet haben. In dem über 20-köpfigen Team, das zum größten Teil aus Kollegen besteht, ist jeder einzelne ein Spezialist in seinem Bereich. Zusammen genommen stehen unbeschreibliche 233 Jahre Sommerfeld-Erfahrung zur Verfügung.

Interne Dozenten

joerg-beckenbauer
Jörg Beckenbauer
Qualitätsmanagement
christian-becker
Christian Becker
Platzregeln
mario-bennewitz
Mario Bennewitz
Recruiting
detlef-blohm
Detlef Blohm
Erstellung der Wochenpläne
mario-geppert
Mario Geppert
Mäharbeiten
platzhalter
Oliver Gladis
EDV
lars-hinrichs
Lars Hinrichs
Maschinenwartung
platzhalter
Holger Tönjes
Platzbegehung
christian-krohn
Christian Krohn
Renovation (Praxis)
dieter-kueckens
Dieter Kückens
Gräserkunde
oliver-last
Oliver Last
Bodenkunde
leona-oltmanns
Leona Oltmanns
Bestellungen
marco-oltmanns
Marco Oltmanns
Akademieleitung
marius-schulze
Marius Schulze
Timelyse
michael-tacke
Michael Tacke
Praktische Durchführung
frank-suchlich
Frank Suchlich
Arbeitssicherheit
tom-staats
Tom Staats
Arbeitssicherheit
sven-wenzel
Sven Wenzel
Beregnungsmanagement

Externe Dozenten

Beate Licht, Pflanzenschutz
Sebastian Seger, Kommunikation

Interview

Mit Akademie-Leiter Marco Oltmanns

 

Lieber Marco, ist das für dich dein erstes Interview?
Nein, ich habe in meiner Vergangenheit ein Kinderbuch herausgebracht und wurde damals sogar von der Bild-Zeitung darüber interviewt.

Wie bist du dazu gekommen, die Sommerfeld Akademie federführend zu übernehmen?
Ich bin seit drei Jahren Teil der Sommerfeld AG. In der Zeit bin ich in den Genuss gekommen, in vielen Unternehmensbereichen mitwirken zu dürfen und dann einfach in diesen Bereich gerutscht und hängen geblieben. Es war nicht geplant, sondern hat sich durch Interessen und Fähigkeiten ergeben und es gefällt mir sehr!

Welche Erfahrung hast du im Rahmen der Akademie bereits machen können?
Die Arbeit in einer Akademie hat unendlich viele Aspekte und Bereiche, um die man sich kümmern muss. Die Erfahrungen, die Spaß machen, die hängen bleiben und über die man gerne spricht, sind die zwischenmenschlichen Erfahrungen. In den Schulungen habe ich für mich erkannt, dass die Atmosphäre immer sehr ungezwungen ist. Es kommen wöchentlich viele verschiedene Menschen zusammen und das miteinander zu beobachten und ein Teil davon zu sein, ist wirklich toll. Es ist egal wo die Teilnehmer herkommen oder was sie bereits gemacht haben, jeder ist Willkommen und es freut mich zu sehen, wie sogar Freundschaften daraus entstehen können.

Was ist für dich die größte Herausforderung bei deiner Arbeit in der Akademie?
Wie bereits bei der Frage oben angedeutet, treffen in unseren Schulungen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander. Man versteht sich zwar auf einer Ebene immer gut, aber dennoch ist es manchmal schwer auf die verschiedensten Charaktere einzugehen. Sowohl auf der Teilnehmerseite als auch bei unseren Dozenten. Ebenso ist für mich die gesamte Koordination, jedes Mal aufs Neue, eine Herausforderung.

Was macht dir bei deiner Arbeit am meisten Spaß?
Viele Menschen kennenzulernen und die Teilnehmer mit neuem Wissen am Ende jeder Schulung zurück in ihre Jobs zu verabschieden. Ich bin happy, wenn die Teilnehmer happy sind!
Es sagt schon alles, wenn einer deiner Teilnehmer auf die Idee kommt, einen Song über seinen Arbeitgeber zu komponieren … „das ist mega“!

 

Mello Dyne S A G Official Video

Die Platzarbeiter-Schulung

Ein kurzer Einblick

 

Für die Teilnahme an unseren Platzarbeiter-Schulungen sind feste Termine vorgesehen, die während der pflegeintensiven Monate stattfinden. An diesen freiwilligen Veranstaltungen kann sich jeder Mitarbeiter aus eigenem Antrieb oder auch auf Empfehlung seines Teamleiters anmelden.

Die Platzarbeiter-Schulungen sind überwiegend praktisch orientiert, der Fokus liegt auf dem konstanten und immerwährenden „System Sommerfeld“. In den vier Tagen geht es vorrangig um die Arbeitssicherheit und den optimalen Umgang mit den am häufigsten verwendeten Maschinen in der Golfplatzpflege.

Neben der Maschinenwartung wird das Abschlag-, Fairway-, Semirough- und Roughmähen sowie das Abschlagsmanagement und die Bunkerpflege geschult. In den kleinen Gruppen lernen die Teilnehmer auch voneinander, was den Lerneffekt noch einmal deutlich steigert.

Mit einem Abschlusstest wird das erlernte Wissen jedes einzelnen Teilnehmers abgefragt und die erfolgreiche Teilnahme mit einem Zertifikat bestätigt.

Die Teamleiter-Schulung

Ein kurzer Einblick

 

Die Teamleiter-Schulungen finden außerhalb der pflegeintensiven Monate statt. Die Inhalte bauen auf der Platzarbeiterschulung und grundsätzlich auch auf die in der Regel von den Teilnehmern bereits über mehrere Jahre angeeignete Praxiskenntnisse auf.

In einer 3-wöchigen Teamleiter-Schulung werden in der ersten Woche praktische Module geschult. In der zweiten Woche können die Teilnehmer von zu Hause aus online teilnehmen. Es wird theoretisches Wissen zu den Themen der Boden und Gräserkunde, der Turniervorbereitung, des Qualitätsmanagement, der Renovation und zu vielem mehr vermittelt.

Die dritte und letzte Woche ist geprägt von Exkursionen. Hier wird das neu Erlernte in die Praxis umgesetzt. Gräser-Erkennung, Bodenmechanik oder auch die Durchführung von Platzbegehungen stehen auf dem Plan. Zudem werden Kommunikations- und Mitarbeiterführungs-Workshops sowie Schulungen in den Themengebieten Bewässerungsmanagement oder der Wochenplan-Erstellung durchgeführt. Abschließend legt jeder Teilnehmer eine Prüfung ab, die beim erfolgreichen Bestehen zertifiziert wird.

Um das Gesamtpaket abzurunden, darf der Einblick in das reale Golfspiel natürlich nicht fehlen, dafür gibt es in Kooperation mit einer Golfschule in der Region praktischen Golfunterricht.

Durch die Teilnahme an der Teamleiterschulung ist man nicht per se ein Teamleiter. Dies Bedarf entsprechender Berufserfahrung.

Diese Schulung ist auch für Quereinsteiger ausgelegt, denn wer die entsprechenden „soft skills“ eines Teamleiters mitbringt, dem werden alle nötigen Kenntnisse beigebracht, die für die Pflege eines Golfplatzes in einem Team elementar wichtig sind.

Mitarbeiter fördern und fordern, das ist der Kontext hinter unserer „Sommerfeld Akademie“.

Hierbei hat neben der korrekten Ausführung und dem Schulen der theoretischen Module, ein anderer Aspekt Priorität: Die Teilnehmer werden darauf vorbereitet, ein Team zu führen. Lernziel für die Teilnehmer ist es, individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten jedes einzelnen Teamkollegen zu erkennen, auf diese einzugehen und sie zu verbessern. Dadurch soll auf lange Sicht eine stetige Entwicklung der Teams auf den Anlagen gefördert werden.

Das heißt unter anderem auch, sich in neue Kollegen hineinzuversetzen und ein Gespür dafür zu entwickeln, diesen gerade am Anfang seiner Golfplatzpflege-Karriere nicht zu überfordern. Maßgeschneiderte Anweisungen spielen eine große Rolle.

Die Ausbildungsstätten

Vielschichtig: von zu Hause, der Zentrale bis zu den Golfanlagen

 

Bei den theoretischen und in Präsenz stattfindenden Modulen werden die unternehmenseigenen Seminarräume genutzt. Hierfür steht ein zeitgemäßes technisches Equipment zur Verfügung.

Für die Online-Module wird das nötige Equipment gestellt, damit jeder von zu Hause aus teilnehmen kann. In diesem Rahmen werden Themen wie zum Beispiel die Bodenkunde, die Rasenkunde, das Recruiting oder auch Rasenkrankheiten geschult.

Bei den praktischen Modulen geht es in erster Linie um die Maschineneinweisung und um den korrekten und verantwortungsbewussten Umgang mit dem jeweiligen eingesetzten Gerät. Hierfür wird vorrangig die Testfläche auf dem Betriebsgelände bearbeitet. Gerade für die ersten Schritte, um ein Gespür für die Maschinen zu entwickeln, eine perfekte Lösung neue Mitarbeiter auf ihren Arbeitsalltag vorzubereiten.

Das richtige Einstellen und auch das Warten der Maschinen sowie vieles mehr werden in den Werkstatträumen gelehrt.

Die praktischen Übungen werden auf den Golfplätzen des Golfclub Oldenburger Land sowie des Golfclub am Meer durchgeführt. Mithilfe dieser Schulungsumgebungen werden reale Situationen durchgespielt,
wie unter anderem die Durchführung der Bunkerpflege, verschiedene Mäharbeiten, in Kombination mit Exkursionen zu den Themen Bodenkunde und Platzbegehung.

Wir bieten unseren Mitarbeiten durch die Akademie einen absolut ehrlichen und reellen Einblick hinter die Kulissen der Sommerfeld AG. Jeder Teilnehmer erhält hier die Chance seinen bisherigen Wissensstand immens zu erweitern sowie das Unternehmen tiefgründig kennenzulernen.

Die Weiterbildungskosten inklusive Unterkunft werden für die jeweiligen Teilnehmer von der „Sommerfeld Akademie“ getragen. Denn das Unternehmen profitiert von noch besser qualifiziertem, engagiertem und motiviertem Personal und unsere Mitarbeiter im Gegenzug von einer Weiterbildung mit zusätzlichem Know-how, einem verbesserten Qualifikationsprofil, einer Erweiterung der beruflichen Perspektive und noch hoffentlich vielen neuen Kontakten im Unternehmen.

Eine „win-win“ Situation für unsere Mitarbeiter und für das Unternehmen.

Die letzte Instanz

Head-Greenkeeper tragen große Verantwortung – und haben ein großes Netzwerk

Willkommen in der abwechslungsreichen Arbeitswelt von Head-Greenkeepern: Menschen, die sich intensiv mit zig Hektar Natur beschäftigen dürfen. Die mit der Zeit jeden einzelnen Quadratmeter dieser Fläche kennenlernen. Die mit anderen Frauen und Männern zusammen der Natur geben, was sie benötigt. Die Pflanzen täglich wachsen und gedeihen sehen. Und die schließlich zusammen mit ihrem Team einen Golfplatz in den optimalen Zustand versetzen. „Hach ja“, sagt Holger Tönjes versonnen, „das ist schon ein toller Job.“

Tönjes arbeitet seit einem Vierteljahrhundert im Greenkeeping, war verantwortlich für mehrere Golfanlagen sowie die Trainingsplätze der Fußballer des HSV. Auf Basis dieses Wissens füllt er nun die Rolle eines Supervisors der Sommerfeld AG aus und hält mit seinen Supervisor-Kollegen engen Kontakt zu den gut 50 Head-Greenkeepern auf den Pflegeanlagen. „Und eines zeichnet sie alle aus“, weiß Tönjes, „sie haben ein großes Gespür für ihre jeweilige Anlage.“ Das sei von enormer Bedeutung, denn selbstverständlich fuße die Sommerfeld-Arbeit auf Fachwissen, Weiterbildungen, Bodenanalysen oder Dünger-Langzeittests. „Doch die allerletzte Instanz ist der Head-Greenkeeper. Er überblickt die Golfanlage vor Ort und weiß, was für `seinen´ Platz das Beste ist.“

Beispiel Düngeplan: Im „System Sommerfeld“ ist klar festgehalten, in welcher Phase des Jahres welcher Dünger für optimales Wachstum ausgebracht werden muss. Doch ob das am Montagmorgen geschehen soll oder doch lieber erst Mittwochnachmittag, entscheidet der Head-Greenkeeper – basierend auf Erfahrung, Beobachtungen und dem Wetterbericht. „Unsere Head-Greenkeeper arbeiten sehr eigenverantwortlich“, sagt Tönjes denn auch, betont indes im nächsten Satz: „Aber sie stehen niemals allein da, denn wir haben die richtigen Arbeitsmittel, um schnell und direkt unterstützen zu können.“

Das liegt am großen Netzwerk: Zum einen gibt es Kontakt zu Kollegen von anderen Anlagen. Zum anderen Supervisor, die mehrmals pro Jahr vorbeischauen: „Die Head-Greenkeeper kennen ihre Anlage aus dem Effeff, wir können aber wichtige Impulse durch den Blick von außen geben“, so Tönjes. Zudem fungieren die Supervisor als Informations-Schnittstellen. „Wenn ich von einem Head-Greenkeeper höre, dass eine Krankheit überraschend sechs Wochen früher aufgetreten ist als üblich, wissen das kurz darauf alle Head-Greenkeeper und können sich darauf einstellen.“ Auch bei Planungs- oder Fachgesprächen mit dem Vorstand einer Anlage steht ein Supervisor bei Bedarf parat – wobei die Head-Greenkeeper generell alle selbst viel und gut kommunizieren. Nicht nur mit dem Kunden, sondern auch mit dem eigenen Team, das meist schon am Mittwoch einen genauen Plan erhält, was in der darauffolgenden Woche für Arbeiten anstehen.

Große Eigenverantwortung gepaart mit einem großen Netzwerk: „Motivierte Head-Greenkeeper, die Top-Arbeitsbedingungen zu schätzen wissen, sind bei der Sommerfeld AG auf jeden Fall richtig“, so der Supervisor. „Denn hier können sie viel Wissen erwerben und es direkt umsetzen, zudem ihr Know-how vertiefen und es an die nächste Generation weitergeben.“ Alles wichtige Aspekte, um im Beruf zufrieden zu sein. Oder wie Holger Tönjes eingangs formulierte: Das ist schon ein toller Job.

„Wos bitte is a Greenkeepa?“

Aus North Yorkshire an die Mosel – die Geschichte von Colin Atkinson  

Als man Anfang der 80er-Jahre hierzulande noch glaubte, Greenkeeping sei nur intensives Rasenmähen, da konnte Colin Atkinson schon aus dem Stand über Ballrolllängen, Besanden und Bunkerkanten referieren. Kein Wunder, schließlich mähte er bereits als Jugendlicher Grüns und war im zarten Alter von 26 Jahren Head-Greenkeeper auf einem der legendären Golfplätze in North Yorkshire. Das Interesse an Golfanlagen und deren Pflege war dem Engländer also quasi in die Wiege gelegt – und blieb es sein ganzes Berufsleben lang, von dem er einen Großteil bei der Sommerfeld AG verbrachte. Genau in der Mitte seines bisherigen Lebens kam Atkinson, der in seiner Heimat auch in der Landwirtschaft und für die Feuerwehr tätig war, im Jahr 1988 mit 32 Jahren nach Deutschland. Nur mit einem Rucksack auf dem Rücken und ohne Deutschkenntnisse. Auf der Suche nach einem Job stellte er sich in Bayern beim Arbeitsamt vor und antwortete auf die Frage nach seiner Berufserfahrung durchaus stolz über seine mehrjährige Tätigkeit: „Ausgebildeter Greenkeeper.“ Die ernüchternde Reaktion seines Gegenübers: „Wos bitte is a Greenkeepa?“ Atkinson lacht über dieser Anekdote: „So war das eben vor dem Golf-Boom
in Deutschland.“

Er fand aber zum Glück am Starnberger See schließlich eine Anstellung auf einem Golfplatz – und war zu der Zeit mit seinen Kenntnissen über den Au au der Plätze oder die Pflege von Grüns sicher einer der fachlich versiertesten Greenkeeper des Landes. Im Jahr 2002 lernte Atkinson Firmengründer Erwin Sommerfeld kennen. Ein Gespräch, ein Handschlag, wenig später war er Teil der Sommerfeld-Familie und sollte es (mit einer Unterbrechung während seiner Zeit als Head-Greenkeeper des Maritim Golfparks Ostsee) bis in die Gegenwart bleiben. Heute fungiert er als Head-Greenkeeper des Golf Clubs Cochem/Mosel e. V. Die Entwicklung, die sein Beruf in all den Jahren genommen hat, gefällt dem 64-Jährigen. Zum Beispiel seien Maschinen und Technik mittlerweile herausragend. „Als ich 1972 erstmals auf einem Golfplatz arbeitete, bestand unser Maschinenpark aus zwei Handmähern“, erzählt er. Dafür habe man früher weniger Zeit für die Bürokratie au ringen müssen.

„Heute nimmt die Dokumentation von Maßnahmen schon viel Raum ein – aber das gehört im Zuge des Qualitätsmanagements eben dazu.“ Lieber als mit Dokumenten beschäftigt er sich indes mit dem Nachwuchs. „Ich gebe mein Wissen gerne weiter“, sagt Atkinson. Neben dem fachlichen Knowhow möchte er vor allem das Selbstvertrauen der jungen Leute stärken und ihnen den Mut geben, nicht nur passiv auf Anweisungen zu warten. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man über die Kompetenz verfügt, selbst zu denken und zu handeln.“ Dann könne man in sämtliche Geheimnisse des Jobs eintauchen, sämtliche Facetten entdecken – und so ein Leben lang zufrieden in diesem anspruchsvollen Beruf bleiben. Greenkeeping ist schließlich so viel mehr als Rasenmähen, das weiß kaum einer besser als das Urgestein Colin Atkinson.