Fördergeld suchen, finden – und investieren

Es kann sich für Golfclubs massiv lohnen, sich mit Förderprogrammen zu befassen

Wer Verantwortung in einem Golfclub trägt, kennt die Zwickmühle: Die Qualität der Anlage muss mit Investitionen stetig gehalten oder optimiert werden, gleichzeitig setzt das Budget aber (enge) Grenzen. Der Ausweg? Gegebenenfalls Fördergeld! „Denn finanzielle Hilfestellungen gibt es durchaus – man muss sie manchmal nur etwas suchen“, sagt Frederik von der Heyden aus dem
Sommerfeld-Vertriebsteam. Förderprogramme werden von verschiedener Seite aufgelegt: Eine erste Anlaufstelle bilden häufig die jeweiligen Landessportbünde sowie der Deutsche
Olympische Sportbund (DSOB).

Auch gemeinnützige Stiftungen können Ansprechpartner sein. Ebenso hat die Idee des Crowdfunding bereits funktioniert
etwa in München, wo mit einer„Schwarmfinanzierung“ die 9-Loch-Anlage „GolfCity München Puchheim“ realisiert wurde. „Zwar wird nicht jede Förderung im Einzelfall möglich sein“, so von der Heyen. Und da die Regeln im föderalen Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind, könne auch kein Weg X skizziert werden, der letztlich zum Erfolg – sprich zur Förderung führt.

„Doch wer erst einmal startet, findet häufig genug Optionen oder Konzepte, mit denen sich zumindest ein Teil der anfallenden Investition decken lässt.“ Das hat zum Beispiel im Golf Club Salzgitter geklappt, der eine fünfstellige Fördersumme dazu nutzte, die Sommerfeld AG mit der Sanierung eines „Problemgrüns“ zu betrauen. Oder im Golfclub Gifhorn, für den die SAG drei Bahnen umgestaltet sowie Bunker und Abschläge renoviert hat. Und auch der Golfclub Ravensberger Land hat sich erfolgreich um finanzielle Unterstützung bemüht: Mit dem Programm „Moderne Sportstätten 2022“ förderte das Land Nordrhein-Westfalen den Club mit gut 85.000 Euro, hinzu kamen 15.000 Euro vom Kreis Herford. „Ein Teil davon wurde verwendet, damit wir
Abschläge begradigen und die Entwässerung optimieren konnten“, berichtet Florian Clute, Sommerfeld-Bereichsleiter Golfplatzbau.

„Der Weg zur Förderung war gar nicht so weit“, berichtet Wilfried Anter, Schatzmeister des Clubs. Nach Vorgesprächen mit dem regionalen Sportbund habe man Unterlagen wie Pachtverträge oder Kostenvoranschläge für die geplanten Maßnahmen beim Förderportal des Landessportbundes einreichen müssen. Zudem habe eine tatkräftige Seniorengruppe aus dem Club sich bereit erklärt, die geforderten 30 % Eigenarbeit zu erledigen. „Und dann kam auch schon der Bescheid, dass Fördergeld fließt – was uns bei der Modernisierung der Anlage natürlich extrem geholfen hat.“

Anter schätzt den Gesamtaufwand für Recherche und Büroarbeiten rund um den Förderantrag auf ca. 40 Stunden – was bei einer Zahlung von 100.000 Euro wahrlich kein schlechter Stundenlohn ist.

Hier finden Sie zahlreiche Links mit Adressen und Ansprechpartnern, bei denen Sie sich informieren können:

Baden-Würtemberg:
https://www.wlsb.de/zuschuesse-foerderung-landesjugendplan/sportstaettenbau

Bayern:
https://www.blsv.de/fileadmin/user_upload/pdf/sportstaettenbau/Auszug_Sportfoerderrichtlin_Bayern_2017_zstz2019.pdf

Berlin:
https://lsb-berlin.net/angebote/verbands-und-vereinsberatung/finanzen-buchfuehrung/foerderprogramme-fuer-sportvereine/

Brandenburg:
https://lsb-brandenburg.de/lsb/sportfoerderungen/

Bremen:
https://www.sportamt.bremen.de/sixcms/media.php/13/Stiftungsverzeichnis.Stand.pdf

Hamburg:
https://www.hamburger-sportbund.de/themen/sportf%c3%b6rderung

Hessen:
https://innen.hessen.de/sport/sportstaettenbau

Mecklenburg-Vorpommern:
https://www.lsb-mv.de/sportfoerderung/foerderung-von-baumassnahmen-an-vereinssportanlagen/

Niedersachsen:
https://www.mi.niedersachsen.de/startseite/themen/sport_kultur_soziales/sport/sportstatten/sportstaetten-notwendige-infrastruktur-fuer-den-sport-62793.html oder
https://ssb-oldenburg.de/wp-content/uploads/2018/06/2017-11_Foerderprogramme_Sportsta%CC%88ttenbau-U%CC%88bersicht.pdf?v=1529616079

Nordrhein-Westfalen:
https://www.lsb.nrw/unsere-themen/sportraeume-umwelt/

Rheinland-Pfalz:
https://www.lsb-rlp.de/beratung-foerderung/foerderung-zuschuss/goldener-plan-des-landes-rheinland-pfalz

Saarland:
https://www.lsvs.de/fileadmin/user_upload/LSVS/Vereinsservice/PDFs/Downloads/Informationsblaetter/0016_zuschussmoeglichkeiten_fuer_vereine.pdf

Sachsen:
https://www.sport-fuer-sachsen.de/de/sportstaetten-umwelt/sportstaettenbau-foerderung/ oder https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-planen-kommunale-investitionen/sportst%C3%A4ttenf%C3%B6rderung.pdf

Sachsen-Anhalt:
http://www.lsb-sachsen-anhalt.de/2015/o.red/theme/files/datei/1541435300-FlyerSportinfrastruktur.pdf

Schleswig-Holstein:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/S/sport/SportstaettenfoerderRili.html

Thüringen:
http://www.thueringen-sport.de/unsere-themen/sportstaettenbaufoerderung/?L=0

Lotto:
https://www.lotto-sport-stiftung.de/foerdermoeglichkeiten/

DOSB:
https://cdn.dosb.de/user_upload/Sportstaetten-Umwelt/2020-08-29_DOSB_Foerderprogramme-Sport_A3.pdf

Schluss mit Kahlstellen und nassen Füßen

Drainage & Co. – die große Bedeutung einer funktionalen Entwässerung

Welcher Golfer oder Golfanlagen-Verantwortliche kennt den Anblick nicht:
stauendes Oberflächenwasser, eine plastische Bodenkonsistenz, Kahlstellen, eine dünne Grasnarbe, Fahrspuren, Unebenheiten in Verbindung mit Skalpierungen. Alles unschön und ärgerlich. Doch immerhin ist meist schnell analysiert, wie diese Schadbilder vermieden werden können: Durch eine einwandfreie Ableitung von Oberflächen- und Sickerwasser – denn diese ist auf Sportrasenflächen eine wichtige Voraussetzung für ein nachhaltiges und gesundes Gräser-Wachstum.

Ein Blick unter die Grasnarbe zeigt, woran das liegt: Im Laufe der Jahre können sich durch den Spielbetrieb Bodenverdichtungenbilden, die den Anteil der drainfähigen Grobporen mindern bzw. den Anteil der Mikroporen erhöhen, die kein oder nur sehr geringe vertikale Wasserbewegungen zulassen. Es kommt zu Staunässebildung, Wuchsdepressionen sowie mittelfristig zu vermehrter Filzbildung. Der Rasenfilz schränkt die horizontale Wasserbewegung und somit die Versorgung der Gräser-Wurzeln mit Sauerstoff und Nährstoffen gravierend ein. Zudem reichern sich im Rasenfilz phytopathogene Krankheitserreger an, die die geschwächten Gräser zusätzlich befallen können. Häufige Begleiterscheinungen dieser Negativspirale: ein starker Moosund Algenbefall beim Rasen – sowie Rutsch-Gefahr und nasse Füße bei den Golfern.

Damit es so weit nicht kommt, hat die Sommerfeld AG mit seiner über 40-jährigen Expertise im Drainbereich ein breitgefächertes Equipment aufgebaut. Es umfasst zahlreiche Maßnahmen, die sich auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort ausrichten lassen – inkl. selbstentwickelter Spezialgeräte. Eine GPS-gesteuerte Fräse ermöglicht etwa die Grabenerstellung und den Drainagen-Einzug mit einer Genauigkeit von bis zu einem Zentimeter. Auf den Grüns und Fairways entfalten die Systeme „Micro Drain“, „GLK 90“ oder „LWT 40“ große Wirkung. In den meisten Fällen ist es mit diesen Maßnahmen und Geräten möglich, einen aufwändigen Neuaufbau des Untergrunds zu verhindern und somit Spielausfälle sowie sehr hohe Kosten zu vermeiden.

Um die langfristige Funktionalität eines Entwässerungskonzepts sicherzustellen, ist die Pflege der Systeme sowie eine regelmäßige Lockerung des Bodens essenziell. Der Grund: Bei Sauerstoffmangel herrschen im Boden wasserlösliche und sehr bewegliche zweiwertige Eisenverbindungen. Bei einer Drainung und somit Durchlüftung wird dieses mobile Eisen in dreiwertiges Eisenhydroxid ausgeflockt (oxidiert). Das führt zur sogenannten Verokkerung – und die kann die wasserführenden Schlitze einer Drainage, die Ummantelungen, ja sogar die Porenräume in Drainpackungen verschließen und somit die Effektivität eine Drainung stark beeinträchtigten.
Zu einem guten Entwässerungskonzept zählen daher effektive Spülmöglichkeiten durch Spülschächte und Stutzen. Wichtig sind darüber hinaus die regelmäßige Kontrolle sowie das Freimachen von Ausläufen (Froschklappen). Hat ein Golfclub all das im Griff, lassen sich die eingangs beschriebenen Schadbilder vermeiden – ebenso wie die Rutschgefahr und die nassen Füße der Aktiven.

Weitere Informationen zur Entwässerung und zu Drainagesystemen finden Sie im Bereich Golfplatzrenovation

 

Die Hüter der Qualität

Im 6. Serienteil geht es ums Qualitätsmanagement

Der Job ist mit großer Verantwortung verbunden, erfordert jede Menge Fachwissen, birgt durchaus Potenzial für Konflikte. Und um ihn zu erledigen, sind jedes Jahr viele Kilometer hinter dem Steuer abzureißen. Das alles klingt erst mal stressig, doch Jörg Beckenbauer und Christian Becker sagen zu ihrer Arbeit so übereinstimmend wie überzeugend:„Sie macht einfach richtig viel Spaß.“ Na, dann schauen wir uns den Job der beiden doch mal genauer an – willkommen im Qualitätsmanagement der Sommerfeld AG.

Beckenbauer (41) spielt Golf seit seinem siebten, Becker (49) seit seinem 14. Lebensjahr. Beide verfügen also über rund dreieinhalb Dekaden Golf-Erfahrung, arbeiteten als Golfpros, Becker zudem als Club-Manager. Hinzu kommt, dass beide neben ihrem Schwung seit jeher auch der Platz-Güte viel Aufmerksamkeit schenken. In Summe haben sie damit optimale Voraussetzungen, um als Qualitätsmanager jeden Monat sämtliche SAG-Pflegeanlagen fachkundig unter die Lupe zu nehmen. „Bei mehr als 50 Plätzen von der Nordsee bis in die Berge sind wir da ordentlich unterwegs“, sagt Becker – passenderweise am Autotelefon auf der Heimfahrt aus der Schweiz.

Sobald die Qualitätsmanager aus ihren Dienstwagen steigen, werden sie zu den „pingeligsten Greenfee-Spielern der Welt“, wie Beckenbauer sagt. Wo andere eine wunderbar gerade Mähkante sehen, entdecken die beiden jeden noch so winzigen Schlenker. „Gerade ist eben nicht gleich gerade“, sagt Becker lächelnd. Und ein Schlenker bedeutet Abzüge – denn die Qualitätsmanager schauen sich nicht nur alles penibel an, sondern bewerten auch alles penibel mit Oberstufen- Schulnoten von 0 (ungenügend) bis 15 (optimal) Punkten. Von Grüns und Fairways über Bunker und Abschläge bis zu Allgemeinem wie Mähkanten und Markierungen vergeben sie auf einer 18-Loch-Anlage mehr als 1.000 Noten.

Um ein Meinungsbild zu bekommen,sprechen Beckenbauer und Becker auch die Spieler an, die zum Zeitpunkt des Besuchs gerade auf den Bahnen sind. Sie schlagen hier mal ab, putten dort mal und haben Messgeräte für Grüngeschwindigkeit, Schnitthöhe, Durchwurzelung, pH-Wert, Bodenfeuchtigkeit und Balltreue dabei. „Was sich messen lässt, messen wir“, so Becker. Zudem knipsen sie bis zu 400 Fotos pro Anlage. „Wenn im Bericht steht, dass bei Bahn X auf Anlage Y am Abschlag eine Kahlstelle zu finden ist, gibt es dazu garantiert das passende Foto.“ Über die Jahre ist so eine Datenbank entstanden, die die Gigabyte-Grenze längst überschritten hat. Die terabyteweise Anhäufung von Daten ist natürlich kein Selbstzweck, sondern dient der Analyse. Mit den Zahlen, Fakten, Noten wird eine spezielle Software gefüttert, die jeden Monat eine objektive Auswertung über die Qualität aller SAG-Pflegeanlagen ausspuckt. „Sie dient als Basis, um gemeinsam mit dem Supervisor und dem Greenkeeping- Team die Plätze immer weiter zu optimieren“, erläutert Beckenbauer – und betont dabei eine Vokabel besonders: gemeinsam! „Wir sind nicht die Gegner der Greenkeeper, die Fehler suchen, um sie anzuschwärzen.“ Sondern? „Partner, die unterstützen und mit dem Blick von außen Betriebsblindheit verhindern und Impulse von anderen Anlagen einbringen.“

Die penible Arbeit auf dem Platz, die Abwechslung durch den Besuch von zig Anlagen quer durch die Republik, die große Mitverantwortung für die Jörg Beckenbauer Christian Becker Güte der Bahnen und damit den unternehmerischen Erfolg der Sommerfeld AG: All das trägt dazu bei, dass die Qualitätsmanager ihre Arbeit lieben. Entscheidend hinzu kommt aber noch, dass sie durch ihre Rolle letztlich Teil jedes einzelnen Greenkeeping-Teams sind. „Alle Plätze kennen, alle Kollegen kennen“, lautet der Anspruch der beiden. „Denn trotz des Wachstums in den vergangenen Jahren ist und bleibt Sommerfeld ein Familienunternehmen, bei dem der persönliche Kontakt ein wichtiger Wert ist.“ In diesem Miteinander penibel für die bestmögliche Platzgüte zu arbeiten und zu bürgen – das ist es, was die Hüter der Qualität an ihrem Job so sehr mögen.

Die Sommerfeld AG, Teil 7
Lesen Sie im nächsten Greenletter alles zum Bereich Golfplatzbau.

Wie gut sind autonome Mähsysteme?

Sommerfeld AG unterzieht „Automowing“ einem Langzeit-Praxistest

Auf dem heimischen 15 x 15 – Meter – Rasen von Technikfreunden verrichten Mähroboter längst surrend, zuverlässig und zur Freude der Besitzer ihren Dienst. Aber sind diese autonomen Systeme auch geeignet für quadratkilometer große Golfplätze? Um dieser Frage fundiert nachzugehen, setzt die Sommerfeld AG seit Saisonbeginn auf der 27-Loch-Anlage des Golf-Parks Sülfeld zwei Fairwaymäher vom Typ TORO 5010-H in Verbindung mit dem Precision Makers- System ein.

Von den ersten Ergebnissen ist Head- Greenkeeper Christian Krohn durchaus angetan: „Die Technik funktioniert, die Pflegeergebnisse sind absolut in Ordnung.“ So könnten etwa je nach System Qualitätsmerkmale wie Mäh-Muster oder eine klar definierte Mähkontur nachhaltig erreicht sowie bestimmte Flächen mit kleinerem, leiserem Gerät als bisher gemäht werden.

Das erste Zwischenfazit lautet daher: „Der Einsatz autonomer Systeme stellt durchaus eine Alternative zur herkömmlichen, manuellen Bedienung dar.“ Auch und gerade mit Blick auf bestehende und künftige Herausforderungen in Bezug auf den Arbeitsmarkt. Allerdings ist die sinnvolle Nutzung der Mähsysteme zum einen stark von der Beschaffenheit eines Platzes abhängig. „Zum anderen lässt sich in Corona-Zeiten noch nicht abschätzen, ob sich die Anschaffungs- und Rüst-Kosten rechnen“, so Krohn.

Generell würde zwar Man-Power frei, wenn ohne menschlichen Einsatz gemäht werde aufgrund der aktuellen Vorschriften, die einen Mitarbeiter pro Gerät binden, ist freiwerdende Kapazität indes nur eingeschränkt einsetzbar. „Ein wirtschaftlicher Vorteil ist bei unserem Test daher noch nicht erkennbar.“ Auch deshalb wird die Sommerfeld AG die autonome Mähtechnik weiter testen und die Ergebnisse kontinuierlich bewerten. Ergeben sich daraus neue Erkenntnisse, werden diese wie gewohnt bei der Gestaltung der Golfplatzpflege auf den Golfanlagen einfließen. In einer der nächsten Ausgaben werden detailliertere Informationen zur Verfügung gestellt.

 

Champions-League-Rasen für Zweitligisten

SAG installiert neue Entwässerung im Stadion des VfL Osnabrück

Fußball-Zweitligist VfL Osnabrück hat in der vergangenen Saison die Klasse gehalten im Gegensatz zu einem Teil des Rasens im heimischen Stadion. Da Drainagerohre vor der Südtribüne nicht mehr arbeiteten, bildete sich direkt über den Drainagen eine Ockerschicht, durch die das Wasser nicht mehr einsickern konnte. Folge: Der Platz war an dieser Stelle nicht mehr bespielbar. Erschwerend kam hinzu, dass die Rasenheizung in 20 Zentimetern Tiefe liegt und somit die Drainschicht nicht einfach ausgetauscht werden konnte.

Diese Herausforderung löste die herbeigerufene Sommerfeld AG, indem auf der 1.700 Quadratmeter großen Fläche per Grabenfräse Schlitzdrainagen längs und quer eingezogen wurden und zwar direkt bis in die Drainschicht, um eine Verzahnung herzustellen. Nach der Verfüllung mit Kies und in Kombination mit einem neuen Drainsammler am Spielfeldrand funktioniert die Entwässerung nun wieder einwandfrei.

Die gesamte Maßnahme wurde in der Sommerpause umgesetzt – so dass der Ball im ersten VfL-Heimspiel der neuen Zweitliga-Saison gegen Hannover 96 wieder ungehindert übers Spielfeld rollen und die ersten Punkte erfolgreich eingesammelt werden konnten.

 

Jobs by Sommerfeld auf Facebook

Jobs by Sommerfeld auf Facebook

Die Sommerfeld AG ist immer auf der Suche nach Mitarbeitern. Auf Anlagen, auf Messen, auf Empfehlung – und nun auch auf Facebook: Auf der neuen Seite „Jobs by Sommerfeld AG“ ¯ finden InteressierteJob-Angebote und Karriere-Möglichkeiten. Fan zu werden, lohnt sich – denn der kurze Klick auf den „Abonnieren“- Button kann der Start zu einer langen Laufbahn bei der Sommerfeld AG sein.

Eine Familie im Familienunternehmen

Vier Pacholkes zähl(t)en zum Sommerfeld-Team – teils seit mehr als drei Jahrzehnten

 

Okay, eine Familie wird immer noch etwas prägender für die Geschicke der Sommerfeld AG sein, schließlich trägt das Unternehmen ihren Namen. Aber auch die Familie Pacholke hat so einige Kapitel der Firmengeschichte mitgeschrieben. Und das, um im Bild zu bleiben, gleich in vier verschiedenen Handschriften – nämlich denen von Anita, Erich, Peter und Patrick Pacholke. Ein Jahr, nachdem ein gewisser Severiano Ballesteros das Masters gewonnen hatte, trat Anita Pacholke bei der Sommerfeld AG ihren (Teilzeit-)Dienst im Büro an: 1984. „Telefon, Ablage und Rechnungen mit der Schreibmaschine schreiben“, erinnert sich die heute 64-Jährige lachend an ihre erste Zeit zurück. Mit den Jahren löste der Computer die Schreibmaschine ab, das Smartphone das Drehscheiben-Telefon, der USB-Stick den dicken Ordner – doch Anita Pacholke blieb, wo sie war, und sorgt seit nunmehr 36 Jahren für Ordnung und Organisation im Büro. „Und ich kann mit Fug und Recht sagen, dass ich mich in all den 36 Jahren hier stets sehr wohlgefühlt habe.“

Ein Satz, den ihre Brüder Erich Pacholke (69), der vor seinem Renteneintritt in der Sommerfeld-Werkstatt tätig war, und Peter Pacholke so unterschreiben würden. Letzterer begann bei der Sommerfeld AG, als der junge Nick Faldo in Augusta triumphierte: 1989. Eingestellt als Gärtner kümmerte sich Peter Pacholke anfangs vom Fairway bis zu Pflasterarbeiten auf zahlreichen Golf- und Sportplätzen im ganzen Land eher ums Grobe. Das änderte sich mit wachsender Erfahrung: In der Fertigstellungspflege war und ist der heute 60-Jährige für die Feinheiten auf Grüns und an Abschlägen zuständig – heute im Tegernseer Golf-Club Bad Wiessee. Eine Erfahrung, die er dabei gemacht hat: „Keine Angst vor dem Braun – denn nach braun kommt grün.“ Zumindest dann, wenn man weiß, wie’s geht. „Über die Jahre lernt man da so einige Tricks“, sagt Pacholke über das Zusammenspiel von Sonne, Wasser und Dünger, das den Rasen ergrünen lässt.

Dieses Expertenwissen hat das Sommerfeld- Urgestein nur zu gerne an die nächste Generation weitergegeben – in Person seines Sohnes Patrick. Der suchte 2011 nach der Zeit bei der Bundeswehr
eigentlich nur einen Job, um Geld für den Führerschein zu verdienen, ging letztlich aber mit seinem Vater mehrere Monate auf Montage – und fand Beruf und Berufung. Mittlerweile ist er seit einigen Jahren Greenkeeper auf der Anlage des Golfclubs Schloss Reichmannsdorf in der Nähe von Bamberg.

An die Montage-Zeit mit seinem Vater erinnert er sich gerne zurück. „Das war wirklich sehr lehrreich“, erzählt der 28-Jährige. Vor allem die Genauigkeit seines Vaters ist ihm in bester Erinnerung und hat ihn geprägt: „Bei ihm muss alles immer auf den Millimeter genau sein“, erzählt Patrick Pacholke. Mit dieser Einschätzung konfrontiert, lacht sein Vater und sagt: „Das stimmt schon, ich bin da wirklich sehr akkurat unterwegs.“ Bester Beleg dafür ist der Spitzname, den Peter Pacholke sich in seinen mehr als drei Jahrzehnten bei Sommerfeld erarbeitet hat, der da lautet – Millimeter-Peter.

Auf der Gsteig

Interview mit Hansi Frank (Teamleiter Golf) und GeschäŠftsführerin Manuela Kurpjuwait

 

Was unterscheidet die Golfanlage Auf der Gsteig von anderen Golfanlagen?

Sowohl unsere Mitglieder als auch die vielen Gäste sind seit der Gründung unseres Clubs im Jahr 1999 begeistert von der Natur und dem Ausblick. Denn die Golfanlage Auf der Gsteig liegt mit ihrer Gesamtfläche von 93 Hektar inmitten von altem Baum- und Heckenbestand sowie reliefierter, typischer Allgäuer Voralpenlandschaft. Dazu bieten sich den Spielern bei ihrer Runde immer wieder Ausblicke auf die Bayerischen, die Allgäuer, die Tiroler und Ammergauer Alpen sowie auf die grüne Hügellandschaft des Allgäus – einfach traumhaft.

 

Ist die Anlage für einen bestimmten Spielertyp am besten geeignet?

Nein, auf keinen Fall. Aus zahlreichen Rückmeldungen der Aktiven wissen wir, dass bei uns Auf der Gsteig Golfer aller Spielstärken gefordert werden – und begeistert sind von der Architektur der Anlage.

 

Welche Projekte auf Ihrer schönen Anlage wurden gemeinsam mit der Sommerfeld AG realisiert?

Zunächst einmal natürlich die regelmäßige Platzpflege, die wir im Jahr 2017 an die Sommerfeld AG übergeben haben. Im selben Jahr haben wir auch zusammen mit der SAG unseren 18-Loch-Platz modernisiert. Unter anderem wurde der Spielverlauf von drei Bahnen optimiert und ein Par-5-Loch komplett neugestaltet. Diese Maßnahme bedeutete eine weitere Verbesserung der Qualität, da – gemessen von den Männerabschlägen – knapp ein Kilometer Laufweg eingespart wurde, was wiederum zu einem noch flüssigeren Spielfluss führte. Darüber hinaus hat Sommerfeld im Jahr 2019 einen Großteil der Wege renoviert beziehungsweise erneuert.

 

Gibt es unabhängig von der Pflege spannende Projekte oder Best- Practice-Beispiele auf Ihrer Anlage?

Die gute Qualität unserer Greens ist auch auf die äußerst aufwändige Bauweise im sogenannten Cellsystem zurückzuführen, einer wassersparenden Anstaubewässerung. Das ist vergleichbar mit
einer Hydrokultur, spart gegenüber herkömmlichen Systemen mehr als 80 % Wasser und ist bei fast sämtlichen Greens und Abschlägen auf allen 18 Bahnen eingebaut. Mit dieser innovativen Art der Platzbewässerung ist die Golfanlage Auf der Gsteig auch gegen Trockenphasen gewappnet – und für die Zukunft bestens aufgestellt.