„Schweizer Taschenmesser“ für Sommerfeld

Neuzugang für den Maschinenpark

Die Sommerfeld AG investiert weiter in ihren Maschinenpark: Zu all dem Spezialgerät, das auf Golfanlagen quer durch die Republik bereits zum Einsatz kommt, gesellt sich nun noch das „Schweizer Taschenmesser“ unter den Maschinen – der Toro Dingo TX 1000 in der Breitspurvariante. „Er ist eine echte Allzweckwaffe, die unseren Maschinenpark noch einmal aufwertet“, zeigt sich Werkstattleiter Lars Hinrichs sehr zufrieden mit dem grabenden, bohrenden, hebenden, transportierenden Neuzugang.

Der Toro Dingo ist ein Nutzlader, für den es 35 verschiedene Anbaugeräte gibt. Dadurch kann er zum Beispiel morgens als Bagger Sand von A nach B schaufeln, mittags als Erdbohrer zum Einsatz kommen und kurz vor Feierabend schließlich riesige Baumstämme greifen und transportieren. Ein 29,5-PS-Kubota-Diesel-Motor sorgt für die nötige Leistung, eine gepolsterte und gefederte Stehplattform für Fahrkomfort. Manövriert wird sowohl auf Rädern als auch – gerade auf unebenem Gelände praktisch – mit Raupenantrieb. In beiden Varianten ist dank Nullwendekreis Arbeiten auf engstem Raum möglich.

„Mit ihren Eigenschaften und Stärken ist die Maschine prädestiniert dafür, uns bei vielen Projekten zu noch mehr Produktivität zu verhelfen – was sicher ganz im Sinne unserer Kunden ist“, sagt Hinrichs. Dank des sogenannten „Quick Attach Systems“ lässt sich jedes Anbaugerät des Toro Dingo TX 1000 in kürzester Zeit austauschen, teils sogar unter einer Minute. Dementsprechend schnell können die Arbeiter nach der Erledigung einer Aufgabe die nächste angehen. „Außerdem treten bei Golfplatzbau und Golfplatzpflege durchaus Situationen auf, die Improvisationsgeschick nötig machen“, so Hinrichs. Da werde eine Spezialmaschine auch schon mal zweckentfremdet eingesetzt, um eine Herausforderung zu meistern.

Gemeistert werden derartige Herausforderungen von der Sommerfeld AG mit Sicherheit auch weiterhin. In einigen Fällen gelingt das aber vielleicht ab sofort noch ein Tick souveräner … dem neuen „Schweizer Taschenmesser“ sei Dank.

Kein Tetris im neuen Betriebshof

Erfolgreiches Bauprojekt beim GC Hufeisensee

Der Blick vom Abschlag auf Bahn 5 oder der Stammtisch hinten rechts im Clubhaus oder die Teiche auf Bahn 16 oder, oder, oder: Jeder Golfer hat seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz auf einer Anlage. Doch so verschieden diese sein mögen, ein Ort würde bei einer entsprechenden Umfrage wohl nie genannt werden – dabei ist er von elementarer Bedeutung für eine gepflegte, funktionierende Anlage. Die Rede ist vom: Betriebshof.

Immerhin: In diesen Tagen, da selbst eingefleischte Golfer beim Wörtchen „Grün“ statt ans Putten an den Weihnachtsbaum denken, steht der Betriebshof bei vielen Clubs im Fokus. Allerorts wird Frostschutz aufgefüllt, aufgeräumt, sortiert, hergerichtet, um- oder gleich ganz neu gebaut. So geschehen beim GC Hufeisensee (Halle/Saale), der für seinen neuen Betriebshof pragmatische Wege gegangen ist. „Statt Stein auf Stein zu bauen, haben wir uns für eine Fertighalle entschieden“, berichtet Betreiber Norbert Labuschke. „Auf diese Weise haben wir rund 25 Prozent der Kosten gespart.“

Nun ist Sparen zwar gut, allerdings muss auch das Ergebnis stimmen – wofür in diesem speziellen Fall die Sommerfeld AG mitverantwortlich war. „Da wir den GC Hufeisensee pflegen dürfen, wurden wir auch direkt in die Planung des Betriebshofs einbezogen“, berichtet Sommerfeld-Marketingleiter Ingo Staats. Für Labuschke war das nur logisch: „Die Experten wissen am besten, welchen Platz sie für ihre Maschinen und Geräte benötigen.“
Bei der Planung wurde berechnet, gezeichnet und direkt in Betracht gezogen, dass die Anlage um weitere 9 Bahnen wachsen soll, was den Maschinenbedarf erhöht. Entscheidend bei alledem war laut Staats eine „bedarfsgerechte Planung“. Auf der einen Seite durfte kein Geld für unnötigen Raum verschwendet werden, auf der anderen Seite sei keinem mit einer zu kleinen Maschinenhalle geholfen. „Die Greenkeeper sollen ja beim Rein- und Rausfahren der Maschinen nicht Tetris spielen.“ Am Ende der Arbeit standen detaillierte Skizzen für eine 15 x 28,5 Meter große Halle, in denen direkt vermerkt war, wo die Mäher, der Schlepper oder das Schwerlastregal stehen sollen.

Für die Umsetzung wurde die Firma TEPE Hallensysteme mit ins Boot geholt, die die (übrigens sehr schnell genehmigte) Fertighalle aufbaute. „Alles in allem ein sehr gutes Beispiel, dass es nicht immer `Stein auf Stein´ sein muss, sondern mit der richtigen Planung auch schneller und günstiger ein Betriebshof errichtet werden kann, der allen Anforderungen genügt“, bilanziert Ingo Staats.

Weiterer Grund zur Freude: Der GC Hufeisensee sparte nicht an den Räumen für die Greenkeeper. Direkt angrenzend an die Halle gibt es einen Container als Sozialraum für Pausen, Umkleiden sowie ein Büro, in dem die administrativen Arbeiten erledigt werden. Das sollte zwar Standard sein (siehe § 3a Arbeitsstättenverordnung) – ist es aber nicht. Auf einigen Anlagen müssen Greenkeeper in zugigen Hallen ohne fließend Wasser oder Sanitäranlagen Pausen machen. „Um das klipp und klar zu sagen: Die allermeisten Golfclubs sorgen sehr gut für ihre Mitarbeiter“, betont Ingo Staats. Aber wie immer gäbe es zur Regel auch vereinzelte Ausnahmen. Und mit Blick auf diese Ausnahmen wäre es dort bestimmt eine Überlegung wert, mit einer der nächsten Investitionen eventuell nötige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu finanzieren.

Für Norbert Labuschke keine allzu schwierige Entscheidung: „Mal abgesehen davon, was menschlich richtig ist, sind zufriedene Mitarbeiter gute Mitarbeiter“, so der erfahrene Unternehmer. Heißt mit anderen Worten: Auch wenn kein Golfer den Betriebshof oder das Greenkeeper-Büro je zu seinem Lieblingsplatz auf der Anlage küren wird, verdienen auch diese Bestandteile einer Golfanlage Beachtung.

Auszug aus §3A Arbeitsstättenverordnung

„Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Arbeitsstätten so betrieben werden, dass Gefährdungen für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten möglichst vermieden und verbleibende Gefährdungen möglichst gering gehalten werden. Beim Einrichten und Betreiben der Arbeitsstätten hat der Arbeitgeber (…) den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene und die ergonomischen Anforderungen (…) zu berücksichtigen.“

Die Container-Lösung

Kreativer Weg zur Betankungsanlage

Der GC Oberneuland in Bremen hat mit Sommerfeld-Unterstützung eine neue Betankungsanlage installiert. Nicht unter dem Dach der Maschinenhalle, sondern direkt daneben in einem Übersee-Container. Dafür sprachen mehrere Gründe: Zum einen sind die rechtlichen Anforderungen bei weitem nicht so streng wie für eine Tankanlage, die in einer Halle installiert wird und für die viele Bestimmungen aus der Betriebssicherheitsverordnung zu erfüllen sind. Zum anderen ist das Befüllen des 1.000-Liter-Tanks durch den Tanklaster draußen deutlich unkomplizierter, als wenn der sich nah an die Halle quetschen oder hineinfahren muss. Gleiches gilt fürs Betanken von Mähern & Co. Dazu ist der Container witterungsbeständig, diebstahl- sowie einbruchsicher. Alles in allem ist die Container-Lösung damit definitiv eine kreative Lösung beim Aufbau eines Betriebshofs.

„Jeden vierten Euro gespart!“

Interview mit Norbert Labuschke, Betrieber GC Hufeisensee

Sie haben als Betriebshof eine Fertighalle gewählt statt „Stein auf Stein“ zu bauen: Was sprach für diesen Weg?
Drei Aspekte: Erstens konnten wir mit unserer Baugruppe Eigenleistungen bei der Montage einbringen. Zweitens versprach diese Lösung, die zwingend nötige Halle für Geräte und Maschinen schnellstmöglich aufbauen zu können. Und drittens war das einfach eine preisbestimmte Entscheidung.

Sprich: Sie haben Geld gespart. Wie viel ungefähr?
Die Halle ist 15 x 28,5 Meter groß, hinzu kommt ein 15 x 3,5 Meter großes Vordach. Pro Quadratmeter Hallenfläche lagen die Kosten bei rund 300 Euro. Im Vergleich zur „Stein auf Stein“-Variante haben wir damit ungefähr jeden vierten Euro nicht ausgegeben.

Investiert haben Sie auch in Büros und Sozialräume für die Greenkeeper – was leider nicht überall der Fall ist.
Zunächst einmal: Jeder Kaufmann ist verpflichtet, bei Investitionen genau aufs Geld zu achten. Richtig ist aber auch: Man muss schauen, wo man spart. Und es ist definitiv der falsche Weg, an Stellen den Rotstift anzulegen, die wichtig für das höchste Gut jedes Unternehmens sind – die Mitarbeiter. Daher war es keine Frage, neben der neuen Betriebshalle auch Büro-Container für die Greenkeeper zu errichten. Um Arbeiten jenseits des Platzes zu erledigen oder einfach, um in Ruhe und im Trockenen Pause zu machen. Übrigens zahlt sich diese Investition in die Greenkeeper-Räume letztlich für den Golfclub aus.

Inwiefern?
Zum einen durch die Atmosphäre auf der Anlage: Mitarbeiter mit guten Arbeitsvoraussetzungen haben mehr Spaß und versprühen bessere Laune. Zum anderen profitieren wir und damit die Golfspieler von der Qualität der Arbeit – denn unsere Greenkeeper machen einen Top-Job und halten die Anlage somit konstant auf dem angestrebten 4-Sterne-Niveau.